Verhaltenstherapie
In unserer Praxis setzen wir beide auf Verhaltenstherapie. Diese effektive Methode basiert auf zwei wesentlichen Säulen:
- Lernprozesse: Sie beruht auf den Erkenntnissen der Forschung zu menschlichem Lernen, insbesondere klassischem und operantem Konditionieren.
- Kognitive Aspekte: Sie berücksichtigt, wie Gedanken und Wahrnehmung zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen beitragen.
- Kognitive Therapie nach Aaron Beck und Albert Ellis
- Stressimpfungstraining nach Donald Meichenbaum
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
- Problembewältigungstraining
- Expositionsverfahren bei Ängsten
- Training sozialer Kompetenzen
Darüber hinaus hat die sogenannte „dritte Welle“ der Verhaltenstherapie neue Ansätze hervorgebracht, die den Therapieansatz erweitern. Hierzu gehören zum Beispiel:
- Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), besonders hilfreich bei der Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Methoden, die auf Achtsamkeit basieren, wie die Acceptance and Commitment Therapy (ACT)
- Schematherapie, die besonders bei der Behandlung tief verwurzelter, oft traumabedingter Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstörungen eingesetzt wird
Ziele der Verhaltenstherapie
- Aktive Bewältigung von Problemen und Symptomen durch einen klaren Fokus auf das Hier und Jetzt.
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Hilfe zur Selbsthilfe: Unterstützung dabei, eigene Ressourcen zu erkennen und zu nutzen, um langfristig selbstständig mit
Herausforderungen umzugehen. - Verbesserung der Selbstkontrolle: Entwicklung von Fähigkeiten, um Gedanken, Emotionen und Verhalten gezielt zu steuern und so die Lebensqualität zu steigern.
Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP)
Die Kognitive Orientierungstherapie (KOP) ist eine Weiterentwicklung der Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers. Sie basiert auf einer vertrauensvollen Therapeut-Patient-Beziehung, die aktiv vom Therapeuten hergestellt wird. In diesem sicheren Rahmen werden aktuelle Motive und Bedürfnisse des Patienten gemeinsam geklärt.
Ein weiterer zentraler Aspekt der KOP ist die Bearbeitung negativer Denkmuster und Grundüberzeugungen. Diese werden identifiziert und im therapeutischen Prozess verändert, sodass der Patient zu flexibleren und konstruktiveren Handlungsweisen im Alltag befähigt wird. Ziel ist es, störende Symptome zu reduzieren oder langfristig abzubauen, sodass der Patient wieder mehr Lebensqualität und Handlungsfreiheit erlebt.
Ziele der KOP
- Steigerung der Selbstkontrolle: Der Patient lernt, seine Impulse besser zu steuern und bewusstere Entscheidungen zu treffen.
- Besserer Zugang zu eigenen Motiven: Durch eine verbesserte Selbstwahrnehmung erkennt der Patient seine eigenen Bedürfnisse und Beweggründe klarer.
- Effektivere Verarbeitung von Situationen: Der Patient wird in die Lage versetzt, Herausforderungen besser zu verstehen und zu bewältigen.
- Optimierte Entscheidungsfindung: Entscheidungen sollen sowohl realitätsgerecht als auch mit den eigenen Werten und Zielen im Einklang stehen.
- Vermeidung von Störungen durch dysfunktionale Schemata: Entscheidungen und Handlungen werden ohne Blockaden durch negative Denkmuster, Symptome oder unangemessene innere Kosten getroffen.